Elsa, Erna & Ernst – Leerstellen: Elsa Bosshart-Forrer (1879-1953). Eine sozial engagierte Bürgerin im kunsthistorischen Kontext

Sale-Preis: CHF 39.00 Ursprünglicher Preis: CHF 49.00

Roland Scotti
mit einem Epilog von Bettina Gockel und einem Nachruf von Rolf Bossart

Kunstgeschichte der Moderne gleicht oft einem Scheinwerfer, der nur die Protagonisten auf der Bühne erfasst, während das stützende Netzwerk im Dunkeln bleibt. Roland Scotti widmet sich in diesem Band den systematischen Leerstellen der Biografie Ernst Ludwig Kirchners und rehabilitiert Elsa Bosshart-Forrer, die lange nur als Randnotiz existierte.

Als Tochter eines Bundesrats und intellektuelles Gegenüber war sie weit mehr als eine ferne Bekannte; sie war eine sozial engagierte Bürgerin, deren Stimme im patriarchalen Kanon verhallte. Diese Studie ist eine notwendige Korrektur, die beweist, dass das Schweigen der Archive oft kein Zufall, sondern ein Strukturproblem ist.

Das kompakte, matt kaschierte Hardcover unterstreicht mit seiner samtigen Haptik den Anspruch, einer verdrängten Biografie endlich physische Präsenz zu verleihen.

Leseprobe

Hardcover (Matt kaschiert)
104 Seiten
erscheint im Frühjahr 2026

Herausgegeben von Prof. Dr. W. F. Kersten
Kunst- und Zeitgeschichte, Band: 4


978-3-03906-081-8
€ (D) 49.00 / CHF 49.00* / € (A) 49.00
* unverb. Preisempfehlung

Subskriptions-Angebot: 20% Rabatt.

Roland Scotti
mit einem Epilog von Bettina Gockel und einem Nachruf von Rolf Bossart

Kunstgeschichte der Moderne gleicht oft einem Scheinwerfer, der nur die Protagonisten auf der Bühne erfasst, während das stützende Netzwerk im Dunkeln bleibt. Roland Scotti widmet sich in diesem Band den systematischen Leerstellen der Biografie Ernst Ludwig Kirchners und rehabilitiert Elsa Bosshart-Forrer, die lange nur als Randnotiz existierte.

Als Tochter eines Bundesrats und intellektuelles Gegenüber war sie weit mehr als eine ferne Bekannte; sie war eine sozial engagierte Bürgerin, deren Stimme im patriarchalen Kanon verhallte. Diese Studie ist eine notwendige Korrektur, die beweist, dass das Schweigen der Archive oft kein Zufall, sondern ein Strukturproblem ist.

Das kompakte, matt kaschierte Hardcover unterstreicht mit seiner samtigen Haptik den Anspruch, einer verdrängten Biografie endlich physische Präsenz zu verleihen.

Leseprobe

Hardcover (Matt kaschiert)
104 Seiten
erscheint im Frühjahr 2026

Herausgegeben von Prof. Dr. W. F. Kersten
Kunst- und Zeitgeschichte, Band: 4


978-3-03906-081-8
€ (D) 49.00 / CHF 49.00* / € (A) 49.00
* unverb. Preisempfehlung

Subskriptions-Angebot: 20% Rabatt.

  • Wer Geschichte des Expressionismus verstehen will, darf nicht bei den Werken stehenbleiben, sondern muss die sozialen Konstellationen untersuchen, die sie erst ermöglichten. Roland Scotti unternimmt in diesem Werk eine kulturhistorische Exhumierung, indem er die komplexe Konstellation zwischen Ernst Ludwig Kirchner, seiner Lebensgefährtin Erna Schilling und der bislang fast unsichtbaren Elsa Bosshart-Forrer analysiert.

    Der Titel verweist auf jene lückenhafte Überlieferung, die Frauenfiguren systematisch an den Rand drängt, sobald sie nicht in das einfache Raster der Muse oder des Modells passen. Elsa Bosshart-Forrer entzieht sich dieser Kategorisierung; sie war eine intellektuelle Instanz und ein sozialer Anker für das in Davos isolierte Künstlerpaar.

    Scotti, flankiert von einem Epilog Bettina Gockels und einem Nachruf von Rolf Bossart, liest die verbliebenen Spuren nicht als Anekdoten, sondern als Symptome von Geschichtsschreibung, die das Private vom Politischen zu trennen versucht und dabei das Wesentliche verliert. Es geht hier um die Mechanismen des Vergessens und die mühsame Arbeit der Erinnerung.

    Indem der Autor die Biografie in den Kontext der Zeitgeschichte zwischen 1923 und 1938 stellt, entsteht das Porträt einer Frau, die im Schatten der Männer lebte, aber ohne die das Spätwerk Kirchners in dieser Form kaum denkbar gewesen wäre. Dieses Buch füllt nicht nur eine biografische Lücke, es hinterfragt Deutungshoheit einer Disziplin, die ihre eigenen blinden Flecken viel zu lange ignoriert hat.