Walter Benjamins Pariser Schriften: Aus dem Nachlass – Otto Karl Werckmeister

Sale-Preis: CHF 35.00 Ursprünglicher Preis: CHF 42.00

Otto Karl Werkmeister

Otto Karl Werckmeisters Tod im Juni 2023 markierte das Ende einer Ära radikaler Kunstgeschichtsschreibung, doch die Öffnung seines Nachlasses leitet nun eine notwendige intellektuelle Wiederentdeckung ein.

Seine Auseinandersetzung mit Walter Benjamin war nie akademische Routine, sondern ein existenzieller Kampf gegen die Institutionalisierung des Denkens. In diesen Pariser Schriften unternimmt er den Versuch, die Marx’sche Theorie unter modernen Bedingungen zu aktualisieren und jenen theoretischen Leerraum freizulegen, den Benjamin oft mit literarischen Bildern füllte. Es ist eine rigorose Sozialgeschichte des Subjekts, die sich jedem simplen Biografismus verweigert.

Die strenge, handwerklich makellose Ausstattung des Bandes gibt diesem gedanklichen Gewicht die gebührende physische Dauer.

Hardcover (Fadenbindung)
ca. 220 Seiten
Erscheint im Sommer 2026

Herausgegeben von Prof. Dr. W. F. Kersten
Kunst- und Zeitgeschichte, Band: 7

978-3-03906-079-5
€ (D) 42.00 / CHF 42.00* / € (A) 42.00
* unverb. Preisempfehlung

Subskriptions-Angebot: 20% Rabatt.

Otto Karl Werkmeister

Otto Karl Werckmeisters Tod im Juni 2023 markierte das Ende einer Ära radikaler Kunstgeschichtsschreibung, doch die Öffnung seines Nachlasses leitet nun eine notwendige intellektuelle Wiederentdeckung ein.

Seine Auseinandersetzung mit Walter Benjamin war nie akademische Routine, sondern ein existenzieller Kampf gegen die Institutionalisierung des Denkens. In diesen Pariser Schriften unternimmt er den Versuch, die Marx’sche Theorie unter modernen Bedingungen zu aktualisieren und jenen theoretischen Leerraum freizulegen, den Benjamin oft mit literarischen Bildern füllte. Es ist eine rigorose Sozialgeschichte des Subjekts, die sich jedem simplen Biografismus verweigert.

Die strenge, handwerklich makellose Ausstattung des Bandes gibt diesem gedanklichen Gewicht die gebührende physische Dauer.

Hardcover (Fadenbindung)
ca. 220 Seiten
Erscheint im Sommer 2026

Herausgegeben von Prof. Dr. W. F. Kersten
Kunst- und Zeitgeschichte, Band: 7

978-3-03906-079-5
€ (D) 42.00 / CHF 42.00* / € (A) 42.00
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  • Otto Karl Werckmeister, geboren in Berlin und über Jahrzehnte lehrend in Los Angeles und Evanston, war eine Ausnahmeerscheinung, die sich der bequemen Einordnung stets entzog. Dass er seinen Körper der Wissenschaft an der Charité und seinen geistigen Nachlass einer kritischen Öffentlichkeit vermachte, zeugt von einer Haltung, die Leben und Werk untrennbar verknüpfte.

    Dieser erste Band aus dem Nachlass, herausgegeben von Wolfgang F. Kersten, ist weit mehr als eine philologische Übung; er ist der programmatische Auftakt einer großen Aufarbeitung.

    Werckmeister las Benjamin konsequent gegen den Strich der modischen Vereinnahmung. Ihm ging es darum, Adorno und Benjamin als idiosynkratische Korrektive einzusetzen, um eine materialistische Theorie für die Gegenwart zu schärfen. Wo Benjamin heilsgeschichtliche Bilder nutzte, suchte Werckmeister die theoretische Leerstelle, um sie analytisch zu füllen.

    Diese Schriften sind Dokumente eines Ringens um die Autonomie des Denkens in einer Zeit der akademischen Erstarrung. Sie zeigen, wie hochaktuell Werckmeisters Ansatz geblieben ist, die gesellschaftlichen Bedingungen des intellektuellen Schaffens zu reflektieren, ohne das Individuum darin verschwinden zu lassen. Was digital über die Universitätsbibliothek Heidelberg gesichert wird, findet hier seine erste und verbindliche Form als Buch.