Literarisches Küsnacht

CHF 35.00

C. G. Jung, Albin Zollinger, Max Frisch, Lea Gottheil, C. F. Meyer, Ursula Isler, Meinrad Lienert, Renate Muggli, Michèle Minelli, Jürg Acklin, Johanna Lier, Melinda Nadj Abonji, Judith Kerr, Thomas Mann, Hannelore Fischer, Lajser Ajchenrand, Richard Weiss (Herausgegeben von der Kulturkommission Küsnacht)

Küsnacht am Zürichsee wird im öffentlichen Bewusstsein oft auf seine Funktion als privilegierter Rückzugsort der »Goldküste« reduziert, doch hinter den diskreten Fassaden verbirgt sich eine Topografie von Weltliteratur von erstaunlicher Dichte. Dieser Band korrigiert den einseitigen Blick auf die Gemeinde, indem er sie als intellektuellen Resonanzraum liest, in dem sich Biografien von Weltrang mit lokalen Stimmen verweben.

Von den existenziellen Nöten des Exils bei Thomas Mann oder Judith Kerr bis zu den tiefenpsychologischen Erkundungen C. G. Jungs zeichnet das Buch die Spuren jener Geister nach, die diesen Ort suchten und prägten. Es versammelt Essays und Texte von C. F. Meyer bis Melinda Nadj Abonji und beweist, dass Weltgeschichte oft in der scheinbaren Provinz geschrieben wird.

Die grafische Gestaltung durch Winkreative unter der Leitung von Tyler Brûlé verleiht diesem kulturellen Reichtum eine zeitgemäße, ästhetisch anspruchsvolle Form.

Leseprobe

Softcover
122 Seiten
erschienen am 8. Juni 2024
978-3-03906-053-5
CHF 35.00
Herausgegeben von der Kulturkommission Küsnacht
Grafische Gestaltung: Winkreative, Tyler Brûlé / Illustrationen: Clément Soulmagnon

C. G. Jung, Albin Zollinger, Max Frisch, Lea Gottheil, C. F. Meyer, Ursula Isler, Meinrad Lienert, Renate Muggli, Michèle Minelli, Jürg Acklin, Johanna Lier, Melinda Nadj Abonji, Judith Kerr, Thomas Mann, Hannelore Fischer, Lajser Ajchenrand, Richard Weiss (Herausgegeben von der Kulturkommission Küsnacht)

Küsnacht am Zürichsee wird im öffentlichen Bewusstsein oft auf seine Funktion als privilegierter Rückzugsort der »Goldküste« reduziert, doch hinter den diskreten Fassaden verbirgt sich eine Topografie von Weltliteratur von erstaunlicher Dichte. Dieser Band korrigiert den einseitigen Blick auf die Gemeinde, indem er sie als intellektuellen Resonanzraum liest, in dem sich Biografien von Weltrang mit lokalen Stimmen verweben.

Von den existenziellen Nöten des Exils bei Thomas Mann oder Judith Kerr bis zu den tiefenpsychologischen Erkundungen C. G. Jungs zeichnet das Buch die Spuren jener Geister nach, die diesen Ort suchten und prägten. Es versammelt Essays und Texte von C. F. Meyer bis Melinda Nadj Abonji und beweist, dass Weltgeschichte oft in der scheinbaren Provinz geschrieben wird.

Die grafische Gestaltung durch Winkreative unter der Leitung von Tyler Brûlé verleiht diesem kulturellen Reichtum eine zeitgemäße, ästhetisch anspruchsvolle Form.

Leseprobe

Softcover
122 Seiten
erschienen am 8. Juni 2024
978-3-03906-053-5
CHF 35.00
Herausgegeben von der Kulturkommission Küsnacht
Grafische Gestaltung: Winkreative, Tyler Brûlé / Illustrationen: Clément Soulmagnon

  • Literaturgeschichte des Zürichsees ist reich, doch selten findet sich an einem einzigen Ort eine solche Konzentration unterschiedlicher Stimmen wie in Küsnacht. Dieses Buch unternimmt eine literarische Kartografie, die zeitliche und stilistische Grenzen überschreitet, um den Genius Loci greifbar zu machen.

    Das Spektrum reicht von den historischen Schwergewichten wie Conrad Ferdinand Meyer und dem Nobelpreisträger Thomas Mann, dessen Schatten noch immer über dem Ort liegt, bis hin zur analytischen Schärfe eines Max Frisch oder den archetypischen Welten von C. G. Jung. Doch die Herausgeber weiten den Blick bewusst: Sie stellen diesen Titanen die feinsinnige Prosa und Lyrik von Albin Zollinger, Meinrad Lienert und Ursula Isler zur Seite und lassen die jiddische Poesie von Lajser Ajchenrand erklingen.

    Der Band zeigt auf, dass Küsnacht stets ein Ort der Vielstimmigkeit war. Hier treffen die zeitgenössischen Erzählweisen von Melinda Nadj Abonji, Jürg Acklin und Michèle Minelli auf die lyrischen Verdichtungen von Lea Gottheil, Johanna Lier und Renate Muggli. Auch die feinen Beobachtungen von Hannelore Fischer und Richard Weiss finden ihren Platz neben der weltläufigen Melancholie einer Judith Kerr.

    Durch die atmosphärischen Illustrationen von Clément Soulmagnon wird diese Anthologie zu mehr als einer bloßen Textsammlung; sie ist eine ästhetische Spurensuche. Wer dieses Buch liest, begreift die Gemeinde nicht mehr als Postleitzahl, sondern als Bühne, auf der sich über Jahrhunderte hinweg ein Dialog zwischen Heimat und Exil, zwischen Psychologie und Poesie entspann.

Der Titel ist auch als E-Book (PDF) erhältlich